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6 day upper lower workout plan

6 Day Upper Lower Workout Plan: Dein 6-Tage-Plan für Kraft und Muskelaufbau

Ein 6 Day Upper Lower Workout Plan verteilt drei Oberkörper- und drei Unterkörpereinheiten auf die Woche. Dieser praktische Leitfaden zeigt dir, wie du Volumen, Intensität, Regeneration und Progression sinnvoll kombinierst.

Athletische Person mit GymPT-Trainingsplan auf dem Smartphone im modernen Fitnessstudio

Ein 6 Day Upper Lower Workout Plan teilt deine Trainingswoche in drei Oberkörper- und drei Unterkörpereinheiten. Dadurch trainierst du die wichtigsten Muskelgruppen regelmäßig, verteilst dein Wochenvolumen auf mehrere kürzere Einheiten und kannst Kraftübungen häufiger technisch üben.

Sechs Trainingstage sind jedoch nicht automatisch besser als drei oder vier. Der Plan funktioniert vor allem dann, wenn du bereits Trainingserfahrung hast, deine Technik stabil ist und du zwischen den Einheiten ausreichend regenerierst. Entscheidend sind nicht möglichst viele harte Sätze, sondern eine sinnvolle Kombination aus Belastung, Erholung und kontinuierlicher Steigerung.

Was ist ein 6 Day Upper Lower Workout Plan?

Bei einem klassischen Upper Lower Split wechseln sich Oberkörper- und Unterkörpertage ab. In der 6-Tage-Variante wird jede Einheit dreimal pro Woche trainiert:

  • Upper A: schwerere Grundübungen für Brust, Rücken und Schultern
  • Lower A: kniedominantes Training mit Fokus auf Kniebeugebewegungen
  • Upper B: moderates Volumen und verschiedene Wiederholungsbereiche
  • Lower B: hüftdominantes Training für hintere Kette und Gesäß
  • Upper C: kontrollierte Volumeneinheit mit Schwachstellen und Isolationsübungen
  • Lower C: moderates Beintraining, einbeinige Übungen und Zubehör

Du kannst sechs Tage am Stück trainieren und anschließend einen Ruhetag einplanen. Für viele Menschen ist jedoch ein Ruhetag in der Wochenmitte besser. Ein bewährter Rhythmus lautet: drei Trainingstage, ein Ruhetag, drei Trainingstage, ein Ruhetag.

Für wen eignet sich dieser 6-Tage-Trainingsplan?

Der Plan richtet sich hauptsächlich an fortgeschrittene Trainierende, die bereits regelmäßig vier oder fünf Einheiten pro Woche absolvieren. Bevor du auf sechs Trainingstage wechselst, solltest du folgende Punkte erfüllen:

  • Du kannst mindestens vier Trainingseinheiten pro Woche dauerhaft einhalten.
  • Deine Technik bleibt auch bei moderater Ermüdung kontrolliert.
  • Du schläfst ausreichend und hast im Alltag eine einigermaßen stabile Belastung.
  • Du kannst deine Trainingsgewichte, Wiederholungen und subjektive Anstrengung dokumentieren.
  • Du hast keine aktuellen Beschwerden, die durch Belastung verstärkt werden.

Anfänger profitieren meistens stärker von einem einfacheren Ganzkörper- oder 3-Tage-Plan. Die Trainingsfrequenz ist vor allem ein Organisationswerkzeug: Wenn das Wochenvolumen gleich bleibt, ist eine höhere Frequenz nicht automatisch überlegen. Sie kann aber dabei helfen, viele Sätze auf mehrere Einheiten zu verteilen und die Qualität einzelner Sätze zu verbessern.

Wenn du zunächst eine solide Basis aufbauen möchtest, findest du im Strength Training Program für sichere Progression weitere Grundlagen zu Übungsauswahl, Belastungssteuerung und Fortschrittskontrolle.

Beispiel für einen 6 Day Upper Lower Workout Plan

Die folgenden Einheiten sind ein Startpunkt für Kraft und Muskelaufbau. Passe Übungen an dein verfügbares Equipment, deine Proportionen und deine Trainingserfahrung an. Die angegebenen Sätze sind Arbeitssätze; Aufwärmsätze kommen zusätzlich hinzu.

Tag 1: Upper A – schwerer Oberkörper

  • Bankdrücken oder Brustpresse: 3 Sätze mit 5–8 Wiederholungen
  • Klimmzüge oder Latzug: 3 Sätze mit 6–10 Wiederholungen
  • Schulterdrücken: 2–3 Sätze mit 6–10 Wiederholungen
  • Rudern an Maschine, Kabelzug oder mit Langhantel: 3 Sätze mit 6–10 Wiederholungen
  • Seitheben: 2 Sätze mit 12–20 Wiederholungen
  • Trizepsdrücken und Bizepscurls: jeweils 2 Sätze mit 10–15 Wiederholungen

Tag 2: Lower A – Kniebeuge-Fokus

  • Kniebeuge oder Beinpresse: 3 Sätze mit 5–8 Wiederholungen
  • Bulgarian Split Squat: 2–3 Sätze mit 8–12 Wiederholungen pro Seite
  • Beinstrecker: 2 Sätze mit 10–15 Wiederholungen
  • Beinbeuger: 3 Sätze mit 8–12 Wiederholungen
  • Wadenheben: 3 Sätze mit 10–15 Wiederholungen
  • Core-Übung: 2–3 kontrollierte Sätze

Tag 3: Upper B – moderates Volumen

  • Schrägbankdrücken mit Kurzhanteln: 3 Sätze mit 8–12 Wiederholungen
  • Sitzendes Kabelrudern: 3 Sätze mit 8–12 Wiederholungen
  • Maschinen- oder Kurzhantel-Schulterdrücken: 2 Sätze mit 8–12 Wiederholungen
  • Neutraler Latzug: 3 Sätze mit 8–12 Wiederholungen
  • Reverse Flys: 2–3 Sätze mit 12–20 Wiederholungen
  • Bizepscurls und Trizepsstrecken: jeweils 2–3 Sätze mit 10–15 Wiederholungen

Tag 4: Ruhetag

Nutze den Ruhetag für lockere Bewegung, Spaziergänge und die Vorbereitung der nächsten Trainingseinheiten. Eine zusätzliche harte Cardioeinheit ist nicht zwingend notwendig, besonders wenn deine Beine bereits stark belastet sind.

Tag 5: Lower B – hintere Kette

  • Rumänisches Kreuzheben: 3 Sätze mit 6–10 Wiederholungen
  • Hip Thrust: 3 Sätze mit 8–12 Wiederholungen
  • Frontkniebeuge oder Hackenschmidt-Kniebeuge: 3 Sätze mit 8–12 Wiederholungen
  • Beinbeuger: 2–3 Sätze mit 10–15 Wiederholungen
  • Ausfallschritte: 2 Sätze mit 10–12 Wiederholungen pro Seite
  • Wadenheben und Bauchübung: jeweils 2–3 Sätze

Tag 6: Upper C – Volumen und Schwachstellen

  • Brustpresse oder Kabelzug-Flys: 3 Sätze mit 10–15 Wiederholungen
  • Brustgestütztes Rudern: 3 Sätze mit 10–15 Wiederholungen
  • Seitheben: 3 Sätze mit 12–20 Wiederholungen
  • Latzug oder einarmiges Kabelziehen: 2–3 Sätze mit 10–15 Wiederholungen
  • Rear-Delt-Maschine: 2 Sätze mit 12–20 Wiederholungen
  • Arme nach Priorität: jeweils 2–3 Sätze mit 10–15 Wiederholungen

Tag 7: Lower C – moderates Beintraining

  • Beinpresse: 3 Sätze mit 10–15 Wiederholungen
  • Einbeinige Beinpresse oder Step-ups: 2–3 Sätze mit 8–12 Wiederholungen pro Seite
  • Leichter Good Morning oder Rückenstrecker: 2 Sätze mit 10–15 Wiederholungen
  • Beinstrecker: 2 Sätze mit 12–15 Wiederholungen
  • Beinbeuger: 2 Sätze mit 12–15 Wiederholungen
  • Wadenheben: 3 Sätze mit 12–20 Wiederholungen

Wenn du sechs Tage hintereinander trainierst, verschiebe den siebten Tag anschließend als vollständigen Ruhetag. Alternativ kannst du Tag 4 als Ruhetag nutzen und die letzten drei Einheiten an den Tagen 5 bis 7 absolvieren.

Wie viel Volumen ist sinnvoll?

Volumen bedeutet im Krafttraining nicht nur die Anzahl deiner Übungen, sondern vor allem die Menge sinnvoller Arbeitssätze pro Muskelgruppe und Woche. Für Muskelaufbau kann ein Bereich von ungefähr zehn oder mehr Sätzen pro Muskelgruppe und Woche ein sinnvoller Ausgangspunkt sein. Das ist kein Pflichtwert und kein universelles Maximum. Anfänger benötigen oft weniger, während Fortgeschrittene je nach Muskel, Übung und Erholung mehr vertragen können.

Starte lieber am unteren Ende und erhöhe das Volumen nur, wenn du dich zwischen den Einheiten gut erholst und deine Leistungen stagnieren. Bei einem 6-Tage-Plan summieren sich indirekte Sätze schnell: Brustdrücken belastet beispielsweise nicht nur die Brust, sondern auch vordere Schulter und Trizeps. Plane deshalb nicht jede Muskelgruppe isoliert, ohne Überschneidungen zu berücksichtigen.

Ein Hypertrophie-Trainingsplan mit vier Tagen kann eine bessere Alternative sein, wenn du dieselbe Wochenarbeit mit mehr freien Tagen absolvieren möchtest.

Progression: So wirst du im Plan stärker

Nutze eine einfache doppelte Progression. Wähle zunächst ein Gewicht, mit dem du das untere Ende des Wiederholungsbereichs technisch sauber erreichst. Versuche dann, über mehrere Einheiten zusätzliche Wiederholungen zu sammeln. Sobald du in allen Arbeitssätzen das obere Ende mit kontrollierter Technik erreichst, erhöhst du das Gewicht leicht und beginnst wieder am unteren Ende.

  1. Halte Übung, Satzanzahl und Wiederholungsbereich für mehrere Wochen stabil.
  2. Lass in den meisten Sätzen ungefähr ein bis drei saubere Wiederholungen im Tank.
  3. Steigere zuerst die Wiederholungen und danach das Gewicht.
  4. Erhöhe nicht gleichzeitig Gewicht, Satzanzahl und Übungsumfang.
  5. Reduziere die Belastung für eine Woche, wenn Leistung, Motivation und Schlaf deutlich nachlassen.

Schwere Grundübungen profitieren meist von längeren Pausen von etwa zwei bis drei Minuten. Bei Isolationsübungen reichen häufig 60 bis 120 Sekunden. Entscheidend ist, dass du den nächsten Satz mit ausreichend guter Leistung und Technik beginnen kannst.

Regeneration bei sechs Trainingstagen

Ein 6-Tage-Plan stellt hohe Anforderungen an Organisation und Erholung. Plane deshalb nicht nur die Workouts, sondern auch deine Regenerationsbedingungen:

  • Schlaf: Halte möglichst regelmäßige Schlafenszeiten ein.
  • Ernährung: Achte auf ausreichend Energie und proteinreiche Lebensmittel, wenn Muskelaufbau dein Ziel ist.
  • Belastungssteuerung: Nicht jede Einheit sollte bis zum technischen Versagen gehen.
  • Übungsauswahl: Nutze bei hoher Ermüdung stabile Maschinen oder Kabelübungen, wenn sie dir eine kontrolliertere Ausführung ermöglichen.
  • Planflexibilität: Verschiebe eine Einheit, wenn du ungewöhnlich erschöpft bist, statt schlechte Wiederholungen zu erzwingen.

Schmerzen, die sich während des Trainings verstärken oder deine Bewegung deutlich verändern, solltest du nicht einfach ignorieren. Passe die Übung an und hole bei anhaltenden Beschwerden fachlichen Rat ein. Dieser Trainingsplan ersetzt keine individuelle medizinische oder therapeutische Beratung.

Wann solltest du den Plan anpassen?

Überprüfe deinen Plan nach vier bis sechs Wochen. Gute Zeichen sind stabile oder steigende Wiederholungszahlen, kontrollierte Technik und ausreichende Motivation für die nächste Einheit. Warnzeichen sind mehrere Wochen ohne Fortschritt, dauerhaft schlechter Schlaf, sinkende Trainingsleistung oder Muskelgruppen, die regelmäßig noch nicht erholt sind.

Reduziere in diesem Fall zunächst einzelne Isolationssätze oder die Intensität der dritten Einheit einer Muskelgruppe. Du musst nicht sofort alle sechs Trainingstage streichen. Wenn die Erholung trotzdem nicht ausreicht, ist ein 4-Tage-Upper-Lower-Split wahrscheinlich die passendere Lösung.

Mit einer Fitness Progress App kannst du Gewichte, Wiederholungen, Trainingshäufigkeit und Trends übersichtlich dokumentieren. So entscheidest du weniger nach Tagesgefühl und erkennst besser, ob eine Anpassung tatsächlich nötig ist.

Fazit: Häufig trainieren, aber intelligent dosieren

Ein 6 Day Upper Lower Workout Plan kann eine starke Struktur für fortgeschrittene Trainierende sein. Drei Oberkörper- und drei Unterkörpereinheiten ermöglichen regelmäßige Übungspraxis, verteilen das Wochenvolumen und schaffen Raum für schwere, moderate und leichtere Belastungen.

Der Schlüssel liegt nicht in sechs maximal harten Tagen, sondern in einem abgestuften Plan: wenige schwere Hauptübungen, kontrolliertes Volumen, ausreichende Pausen und messbare Progression. Wenn dein Alltag oder deine Regeneration sechs Einheiten nicht zuverlässig zulassen, ist ein kürzerer Plan keine schlechtere Wahl. Die beste Routine ist diejenige, die du über Monate konsequent und technisch sauber durchführen kannst.

Wenn du Übungen nach Ziel, Trainingslevel und verfügbarem Equipment anpassen möchtest, kann GymPT dir dabei helfen, einen strukturierten Plan zu erstellen, Workouts zu protokollieren und deinen Fortschritt im Blick zu behalten.